Maaseik begrüßt stolz sein Kunstwerk aus dem Projekt „Kunst an der Maas“. Entlang des Heerenlaakplas platziert der belgische Künstler Adrien Tirtiaux drei Kirchtürme aus der unmittelbaren Umgebung. Dieses Werk erhält den passenden Titel „Echoes of a landscape“.
Es „hallt“ auf drei Arten mit der Landschaft wider:
Es verweist auf die Kirchtürme von Maaseik, Aldeneik und Roosteren.
Die verwendeten Materialien – Backstein, Beton und Stahl – stehen in Verbindung mit dem Maastal.
Und schließlich gibt es noch das wörtliche Echo: Über das Megaphon können Besucher rufen oder den Geräuschen der Umgebung lauschen.
Der Kirchturm von Aldeneik steht auf dem Kopf, als Anspielung auf den historischen Kiesabbau, der den Heerenlaakplas bildete. Der sechs Meter hohe Turm ist aus Beton gegossen und mit lokalem Kies angereichert. Eine Öffnung lädt die Besucher ein, nach oben zu schauen und die Landschaft auf eine neue Art und Weise zu erleben.
Der zehn Meter lange Turm von Maaseik liegt horizontal und dient als Aussichtsplattform. Er wurde aus lokal gewonnenem Maaslehm gebaut. Zu diesem Zweck ließ er Steine in einem der letzten noch in Betrieb befindlichen Hoffmann-Öfen des Landes backen, einem runden Backofen aus dem 19. Jahrhundert, der kontinuierlich befeuert werden kann und heute von Wienerberger betrieben wird. Maaseik hatte historisch gesehen eine große Ziegelindustrie, und diese Tradition ist bis heute wichtig geblieben.
Das Stahlvolumen verweist auf die Kirche von Roosteren und steht wie ein riesiges Megafon in Richtung Niederlande. Es wurde in Lüttich hergestellt und stellt eine Verbindung zur Stahlindustrie entlang der Maas und zur historischen Rolle des Flusses als Handelsroute her. Der Turm verbindet die beiden Länder auf spielerische Weise. Wo früher die Einwohner von diesem Ort aus in die Niederlande riefen, bildet das Megafon nun eine symbolische Brücke, um diesen Dialog fortzusetzen.
So kombiniert dieser Blickfang Beton, Ziegel und Stahl auf eine Weise, die die Landschaft, die industrielle Vergangenheit und die Symbolik der Türme hervorhebt.
Möchten Sie dieses Werk besuchen? Folgen Sie dem Deichweg unter der Maasbrücke in Richtung Aldeneik. Nach etwa 500 m sehen Sie das Kunstwerk auf der linken Seite.
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